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darkmagician : Hier kommt das Kapitel "Die Erkenntnis", vorher war "Die Warnung" 00:20:23 darkmagician : Denn dieser Körper und der Geist waren eins. Der Körper, geprägt durch uralte Exis-tenzflüsse, zwingt den Geist in sich hinein. In gewisser Weise ist er der Geist. Der Geist ist grenzenlos wenn er ungebunden ist. Aber er ist ein Teil des Körpers. Der Geist ist der gezwungene Diener des Körpers. Befiehlt der Körper Nahrung, wird der Geist die Ablaufsteuerung übernehmen. Der Körper ist wie eine Topf, der mit Wur-zeln gefüllt sein muss damit die Pflanze existieren kann – wie ein Reflektor auf sich selbst. Der Geist ist gezwungen, die Marionettenfäden aufzunehmen. Und nie wieder loszulassen. Er ist verdammt, seinen Blick ewig auf die Marionette zu richten. Seine Ressourcen werden auf die Puppe gepresst. Er findet die Sprache und das Begriffs-gefühl. Die Existenzgrundlage des Körpers sind feste Konturen. So besitzt das Wort „Zeit“ beispielsweise einen endgültigen und definierenden Charakter. Doch was ist Zeit? Zeit ist das Aufteilen des Vergehens in Zeiteinheiten, aufgrund deren gemes-sen werden kann. Ist es wichtig, ob Generationen vergehen? Der Körper sagt ja, denn er zwingt den Geist. Der Körper will den Geist zwingen, als Existenzgrundlage gesehen zu werden. Lässt der Geist die Marionettenfäden los oder werden sie durch-trennt, endet die Existenz beider Teile. Sagt der Körper. Ist dies so? Beinahe alle Körper sind mit ihrem Geist so eng verbunden, dass das Risiko des Loslassens nicht besteht. Denn dann stellt sich die Frage: Was geschieht nun?