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Das Tier
Es wächst ein Strich aus meinem Handgelenk,
Der innern Stimme eingedenk,
Mal klar, mal schimmernd nebelig,
So soll es sein, auf ewig.
Es wachsen Schemen klar heran
Und ziehen mich in ihren Bann.
Ein Bild reißt leicht in seiner Klaue,
Wenn ich der Kreatur nachschaue,
Die schnell am Horizont verschwindet
Und bald schon mein Gemälde findet.
Verschwörerisch blickst du mich an,
Der Mann, den ich erschaffen kann.
Aus meinen Fingern wohlgeraten,
Vollbring ich schöpferische Taten.
Doch ich seh sie vor mir fliehn,
Voll Zuversicht, so wie es schien.
Der Pinsel streift das Blatt Papier,
Es war ein Monster vor mir hier.
Ein Seufzer tief in seiner Brust,
Ein Hauch von Schmerz, ein Hauch von Lust.
Ich wollte ihn so gern umarmen,
Den Kopf der Kreatur, der armen.
Die Krallen spür ich in der Haut,
und hör, wie es die Knochen kaut.
Ich seh den Geist verschwinden dann,
Und weiß, dass ich nichts machen kann.
Der letzte Klang ist monoton,
Was macht es schon, was macht es schon.
...und später man die Leiche fand,
das blutig Blatt noch in der Hand.