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Der Zahir

Wie lenken wir unser Denken? Lässt man sich nur treiben im Strom gelangt man zu ungekannten Zielen. Ich würde behaupten, dass dies nicht zwangsläufig der Fall ist. In Anlegnung der Wortschöpfung der Zeitschlaufe bringe ich die Denkschlaufe ins Spiel: Die Strömungen der Gedanken werfen einen, wann auch immer man in ihren Sog gerät an das immer gleiche Ufer, das gleich Ziel, unabhängig von der Richtigkeit der gedanklichen Schlussfolgerungen. Wenn wir nun oft genug an das gleiche Ufer geworfen wurden, die gleichen Stromschnellen durchschwommen und oft genug im gurgelnden Sog gefangen waren vermögen wir vielleicht die Wiederholung zu erkennen. Entscheiden wir uns dem Strudel des Denkens weiter zu überlassen, oder beginnen wir zu schwimmen? Für den Anfang mag die Richtung des Schwimmens ohne große Bedeutung sein, solange wir weit genug schwimmen mögen wir an ein anderes Ziel gelangen und dem Mahlstrom entgangen sein. Ich schließe ohne den oberen Gedanken zuende gedacht zu haben mit Folgendem: „Ein Zahir ist etwas, das man, hat man es einmal berührt oder gesehen, nie wieder vergisst und das unser ganzes Denken bis zum Wahnsinn besetzt“ - in der Geschichte, so sei noch angemerkt, muss der Besessene den Zahir berühren um sich von ihm zu befreien.